Sobald es im Wunderwald nach Zimt duftet, gibt es für uns Wichtel kein Halten mehr. Wichtel lieben Backen nämlich genau wie Kinder, und zwar aus genau denselben Gründen: Teig rühren, Plätzchen ausstechen, verzieren, großzügig Mehl verteilen und hinterher gemeinsam naschen. Vielleicht ist die Backstube deshalb die beliebteste Wichtelszene überhaupt. Als wir euch auf Instagram nach euren Lieblingen gefragt haben, ist die Wichtelbäckerei mit unserem Bäckerei & Koch Set mit großem Abstand auf Platz 1 gelandet. Ihr liebt die Rezeptkarten, die Mini-Backzutaten und die kleine Kochmütze, und jedes Jahr erreichen uns unzählige Fotos von Kindern, die stolz ihre eigene Mini-Bäckerei nachbauen. Zeit also für ein paar Tipps aus meiner Backstube.
Erster Tipp: Mehl gehört dazu. Bei mir heißt es: Wo gebacken wird, da fällt Mehl. Eine kleine Prise auf dem Wichteltisch, dazu mit zwei Fingerspitzen winzige Fußspuren, die mitten durch das Mehl zur Keksdose wandern, und schon sieht jeder: Hier war nachts ein fleißiger Bäcker am Werk. Wer mag, staubt ein wenig Puderzucker wie frischen Schnee über die Szene. Und das Schönste daran: Wenn sogar der Wichtel kleckern darf und niemand deswegen schimpft, lernen eure Kinder ganz nebenbei, dass kleine Missgeschicke zum Backen einfach dazugehören. Beim Wichtel und später am großen Küchentisch.
Zweiter Tipp: Die Einladung zum Backen. Die Backstube wird am allerschönsten, wenn sie nicht nur angeschaut wird, sondern etwas in Gang setzt. Legt eine kleine Karte vom Wichtel dazu, etwa: „Ich lade dich heute zum Backen ein." Am Nachmittag wird dann gemeinsam wirklich gebacken, und plötzlich hat die nächtliche Mini-Szene eine echte Fortsetzung im Familienalltag. Wenn euer Wichtel mag, legt er sein Lieblingsrezept als winzige Rezeptkarte dazu, die ihr in groß nachbackt.
Dritter Tipp: Kleine Kinder, kleine Schritte. Ein komplettes Backprojekt ist für Zweijährige oft zu lang. Dann lädt der Wichtel lieber zum Verzieren ein: Die Plätzchen sind schon fertig, es warten nur noch Zuckerguss und Streusel. Oder er lädt gleich zum Naschen ein, mit einem kleinen Teller und einem Gruß aus dem Wunderwald. Die Magie hängt nicht davon ab, wie viel gebacken wurde, sondern davon, dass euer Kind eingeladen war.
Vierter Tipp: Der Streich mit Biss. Ein Klassiker für die Backwoche: Der Wichtel hat nachts von jedem Keks genau einmal abgebissen und einen zerknirschten Zettel hinterlassen: „Ich wollte doch nur probieren!" Wichtig dabei: anbeißen, nicht aufessen. Ein frecher Biss in jeden Keks bringt Kinder zum Kichern. Sind die mühsam gebackenen Kekse dagegen komplett verschwunden, ist der Frust schnell größer als der Spaß. Wichtelstreiche sollen kitzeln, nicht kränken.
Und noch ein paar Ideen aus der Backstube: Der Wichtel kann über Nacht selbst gebacken haben und ein Tellerchen mit Mini-Keksen vor die Tür stellen. Ihr könnt den Spieß auch umdrehen: Eure Kinder backen für den Wichtel und stellen ihm ein Mini-Plätzchen vor die Tür, am nächsten Morgen liegt ein Dankesbrief da. Schön ist es auch, die Bäckerei über mehrere Tage wachsen zu lassen: erst ein Schild „Weihnachtsbäckerei", am nächsten Morgen der Backtisch, dann das erste fertige Blech. So bleibt die Szene lebendig, ohne dass ihr alles in einer Nacht aufbauen müsst. Und nach dem Backtag gönnt sich der Wichtel eine Pause: In unserem Freizeit-Set stecken dafür Kino und Spieleabend gleich mit drin.
Wenn ihr die Backstube mit Geschichte erleben möchtet: In unserem Adventskalender-Buch „Weihnachten bei den Wichteln" öffne ich hinter Tür Nummer 10 höchstpersönlich die Weihnachtsbäckerei, und in den 26 Wichtelbriefen inkl. Szenendeko lädt Tag 10 eure Kinder passend dazu in die Backstube ein. Alles rund um die Szene findet ihr gesammelt auf unserer Seite zur Wichtelbäckerei.
Also: Schürze an, Mütze auf, eine Prise Mehl auf den Tisch. Mehr braucht es nicht für eine wichteltastische Weihnachtsbäckerei.
Eure Wanda

