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Aus dem Wunderwald

Wichteleinzug vorbereiten: Was ihr wirklich braucht

15. Oktober 2026 · von Wanda · Wichtelblog

Wichtelbaustelle vor der Wichteltür mit Halteverbotsschild, Umzugskartons, Tisch und Brief an die Nachbarn
So kündigt sich der Wichtel an: eine kleine Baustelle vor der Tür.

Jedes Jahr im Oktober bekomme ich dieselbe Frage, mal per Post, mal geflüstert an der Türritze: „Wanda, was brauchen wir eigentlich, damit unser Wichtel einziehen kann?“ Meistens steckt dahinter noch eine zweite, leisere Frage: Schaffen wir das überhaupt, neben Arbeit, Kita und allem anderen?

Ich kann euch beruhigen. Für einen Wichteleinzug braucht ihr viel weniger, als Instagram einen glauben lässt. Was zählt, ist nicht die perfekte Kulisse. Was zählt, ist der Moment, in dem euer Kind morgens vor der kleinen Tür steht und staunt. Hier ist meine Liste, sortiert nach dem, was wirklich wichtig ist.

Wann zieht der Wichtel ein?

Die meisten Familien holen ihren Wichtel zum 1. Dezember ins Haus. Viele fangen aber schon Ende November an, damit der Einzug selbst ein paar Tage Vorfreude bekommt. Beides ist richtig. Wichtig ist nur, dass ihr einen Tag wählt, an dem es bei euch ruhig ist. Ein Einzug am Morgen nach einem großen Familienfest geht im Trubel unter. Ein ganz normaler Mittwoch dagegen kann der schönste Tag des Jahres werden.

Das braucht ihr wirklich

Für den Anfang reichen vier Dinge:

  • Eine Wichteltür. Aus Holz, aus Pappe oder selbst gebastelt. Sie muss nicht aufgehen und nichts können außer da sein.
  • Ein ruhiger Platz. An der Fußleiste, neben dem Bücherregal, unter der Treppe. Am besten dort, wo eure Kinder oft vorbeikommen, aber nicht ständig dagegen laufen.
  • Ein erster Brief. Kurz, freundlich, in kleiner Schrift. Der Wichtel stellt sich vor und fragt, ob er eine Weile bleiben darf.
  • Ein kleines Zeichen. Ein Krümel, eine winzige Fußspur aus Mehl, ein Mini-Geschenk. Etwas, das zeigt: Hier war jemand.

Mehr nicht. Möbel, Wäscheleinen und ein Mini-Briefkasten dürfen nach und nach dazukommen. Viele Familien merken, dass gerade das langsame Wachsen der kleinen Welt den Zauber ausmacht.

So kündigt sich der Wichtel an

Am schönsten ist ein Einzug, der sich ein paar Tage vorher ankündigt. Ein Wichtelrufer am Fenster sagt: Hier ist ein Wichtel willkommen. Dann taucht eine winzige Baustelle auf, mit Absperrband und einem Schild „Hier wird gebaut“. Jeden Morgen ist ein bisschen mehr passiert. Und eines Tages steht die Tür einfach da, davor der erste Brief.

Wie das Schritt für Schritt aussieht, zeigen wir euch auf unserer Seite zum Wichteleinzug. Dort findet ihr auch die Bastelbögen für die Baustelle, das Willkommen und das Wichtel-Postamt.

Und was erzählen wir den Kindern?

Am besten gar nicht so viel. Kinder brauchen keine Erklärung, sie brauchen einen Anfang. Wenn ihr mögt, lest vorher gemeinsam eine Geschichte, in der ein Wichtel einzieht. In „Wichtel Oma Wanda: erzähl doch mal…“ erleben Lara und Anton genau das, von der ersten Spur bis zum ersten Brief. Danach wissen eure Kinder, was ein Wichtel ist, und erkennen die Zeichen an eurer eigenen Tür ganz von selbst. Das Buch ist für Kinder ab 3 Jahren gedacht.

Und wenn Fragen kommen, die ihr lieber nicht beantworten wollt? Dann schreibt der Wichtel einfach zurück. Ein Brief erklärt so etwas viel schöner als jede Ansage von Mama oder Papa.

Die ersten Tage: lieber klein anfangen

Der häufigste Grund, warum Familien die Wichtelzeit stressig finden, ist ein zu großer Start. Wer am ersten Tag eine komplette Wichtelküche aufbaut, hat am fünften Tag keine Kraft mehr. Fangt klein an. Ein Brief, ein Krümel, eine verschobene Tasse. Der Wichtel darf sich erst eingewöhnen, genau wie eure Familie.

Und wenn ein Abend mal gar nicht klappt? Dann hat der Wichtel eben verschlafen. Kinder nehmen das gelassener, als wir Großen denken.

Eure kleine Checkliste

  1. Einzugstag festlegen, an einem ruhigen Tag.
  2. Einen Platz für die Tür aussuchen.
  3. Die Tür besorgen oder basteln.
  4. Ein paar Tage vorher den Wichtelrufer ans Fenster hängen.
  5. Eine kleine Baustelle aufbauen, wenn ihr mögt.
  6. Den ersten Brief schreiben oder ausdrucken.
  7. Ein kleines Zeichen vor die Tür legen.
  8. Durchatmen. Der Rest kommt von allein.

Ihr müsst das nicht allein planen

Wenn ihr zum ersten Mal einen Wichtel ins Haus holt, begleiten wir euch gern. Im kostenlosen Wichtel-Sorglos-Starterpaket bekommt ihr acht Kapitel per E-Mail: vom Wichtelrufer über den Countdown und das Einzugsset bis zu Briefpapier und Türschildern. Es endet von selbst und lässt sich jederzeit abbestellen.

Und wer im Dezember gar nicht erst ins Grübeln kommen möchte, findet bei den fertigen Wichtelbriefen für jeden Morgen einen Brief samt Deko für die Szene vor der Tür.

Kleiner Wichtel. Große Wirkung. Das gilt ganz besonders für den allerersten Morgen.

Häufige Fragen

Wann sollte der Wichtel einziehen?

Die meisten Familien holen ihren Wichtel zum 1. Dezember ins Haus, manche schon ein paar Tage vorher, damit sich der Einzug ankündigen kann. Wählt am besten einen ruhigen Tag ohne großes Programm.

Brauchen wir eine Wichteltür aus Holz?

Nein. Eine Tür aus Pappe oder eine selbst gebastelte Tür ist genauso schön. Wer keinen Drucker hat, findet Tür, Möbel und Zubehör im gedruckten Bastelbuch „Wichteltastische Bastelbögen, Band 1“.

Ab welchem Alter passt ein Wichtel?

Viele Familien starten, wenn die Kinder etwa drei Jahre alt sind. Das Vorlesebuch „Wichtel Oma Wanda: erzähl doch mal…“ erklärt den Wichteleinzug für Kinder ab 3 Jahren.

Eure Wanda

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