Es gibt diesen einen Morgen, an dem alles anders ist. Über Nacht ist an der Fußleiste eine winzige Tür aufgetaucht, kaum höher als eine Streichholzschachtel, mit einem schiefen kleinen Knauf. Ich verspreche euch: Kein Kind geht an dieser Tür vorbei, ohne stehenzubleiben und die Luft anzuhalten. Genau dafür ist sie da.
Wo die Wichteltür am besten wohnt
Mein Rat aus vielen, vielen Wintern: Sucht euch eine ruhige Ecke aus, am liebsten dort, wo abends ohnehin gekuschelt wird. Hinter dem Bücherregal, neben der Heizung, unter der Treppe. Wichtel mögen es warm und ein bisschen versteckt.
Achtet nur darauf, dass die Tür ungestört bleiben kann. Ein Platz, an dem der Staubsauger jeden Tag vorbeikommt oder an dem Kinderfüße ständig dagegenstoßen, ist für einen Wichtel zu aufregend.
Welche Tür soll es sein?
Die Tür selbst muss nichts können außer da sein. Ein Türchen aus Pappe, ein bemalter Stein davor als Stufe, vielleicht eine Laterne aus einer Perle. Mehr braucht der Zauber nicht.
Ob aus Holz, aus Papier oder selbst gebastelt, ist ganz euch überlassen. Wer keinen Drucker hat, findet eine Tür samt Möbeln und Zubehör zum Ausschneiden in unserem gedruckten Bastelbuch „Wichteltastische Bastelbögen, Band 1“. Und ein kleines Schild neben der Tür verrät, dass hier jemand wohnt.
Der erste Abend
Macht es euch leicht am ersten Abend. Kein großer Auftritt, keine lange Geschichte. Legt einfach einen winzigen Brief vor die Tür, in dem sich der Wichtel vorstellt und sagt, dass er eine Weile bleiben darf, wenn es recht ist. Kinder antworten darauf von ganz allein, mit Krümeln, mit Bildern, mit geflüsterten Fragen an die Türritze.
Und wenn am nächsten Morgen ein Krümel verschwunden ist und ein Dankeschön in winziger Schrift daliegt, dann ist er angekommen. Nicht der perfekte Wichtel aus dem Internet, sondern euer Wichtel. So beginnt der Zauber, und ehrlich gesagt hört er nie ganz wieder auf.
Und wie geht es weiter?
Welcher Tag sich für den Einzug eignet, lest ihr in „Wann zieht der Wichtel ein?“. Was ihr sonst noch braucht, steht in „Wichteleinzug vorbereiten“. Und wenn ihr euch Schritt für Schritt begleiten lassen möchtet, schickt euch unser kostenloses Wichtel-Sorglos-Starterpaket acht Kapitel per E-Mail, vom Wichtelrufer bis zu den Türschildern.
Häufige Fragen
Wo stellt man die Wichteltür am besten auf?
An einer ruhigen, warmen Stelle, an der die Kinder sie gut sehen, die aber ungestört bleibt: an der Fußleiste, neben dem Bücherregal oder unter der Treppe.
Muss sich die Wichteltür öffnen lassen?
Nein. Die Tür muss nichts können außer da sein. Eine Tür aus Pappe oder eine selbst gebastelte Tür ist genauso zauberhaft wie eine aus Holz.
Was schreibt der Wichtel im ersten Brief?
Er stellt sich kurz vor, verrät vielleicht seinen Namen und fragt, ob er eine Weile bleiben darf. Zwei, drei Sätze reichen völlig.
Eure Wanda

