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Aus dem Wunderwald

24 Tage Wichtelzeit ohne Abendstress

15. Oktober 2026 · von Wanda · Wichtelblog

Handgezeichnete Wichtelbriefe als Postkarten zum Beitrag: 24 Tage Wichtelzeit ohne Abendstress
Handgezeichnet von Julia.

Es ist 22 Uhr. Die Kinder schlafen endlich, die Küche ist halb aufgeräumt, und dann fällt es euch ein: Vor der Wichteltür ist heute noch nichts passiert. Wenn ihr diesen Moment kennt, seid ihr in bester Gesellschaft. Fast jede Wichtelfamilie hat ihn schon erlebt, meistens irgendwann um den zehnten Dezember.

Die gute Nachricht: Eine schöne Wichtelzeit hängt nicht davon ab, dass jeden Abend etwas Spektakuläres passiert. Sie hängt davon ab, dass es einen roten Faden gibt, auf den ihr euch verlassen könnt. Ich erzähle euch, wie das gelingt.

Warum 24 Einzelideen so anstrengend sind

Viele Familien starten mit einer langen Liste aus dem Internet. Hier ein Streich, da eine Bastelei, dort ein Mini-Weihnachtsmarkt. Jede Idee für sich ist wunderschön. Zusammen fühlen sie sich aber an wie 24 kleine Projekte, die jeden Abend neu geplant werden wollen. Das kostet Kraft, und genau die ist im Dezember knapp.

Kinder brauchen gar keine 24 verschiedenen Überraschungen. Sie lieben Wiederholung, Rituale und Geschichten, die weitergehen. Wenn ihr das nutzt, wird die Wichtelzeit für alle leichter.

Ein Ritual statt jeden Tag eine neue Idee

Sucht euch ein festes Ritual aus, das jeden Tag gleich ist und wenig Vorbereitung braucht. Zum Beispiel:

  • morgens ein kurzer Brief vor der Tür,
  • abends eine Geschichte zum Vorlesen,
  • oder ein kleiner Briefkasten, in den eure Kinder Post für den Wichtel legen.

Das Ritual trägt euch durch die müden Tage. Größere Aktionen wie eine Wichtelbäckerei oder ein Streich kommen dazu, wenn ihr Zeit und Lust habt. Nicht umgekehrt.

So kann eine Wichtelwoche aussehen

Damit ihr euch das vorstellen könnt, hier eine ganz normale Woche:

  • Montag: Ein Brief liegt vor der Tür. Der Wichtel erzählt, dass es im Wunderwald geschneit hat.
  • Dienstag: Nur ein Krümel und ein winziges „Danke“. Mehr nicht.
  • Mittwoch: Der Wichtel bittet um ein gemaltes Bild für seine Wand.
  • Donnerstag: Ruhetag. Der Wichtel hat verschlafen.
  • Freitag: Ein kleiner Streich, zum Beispiel ein Mini-Stau aus Spielzeugautos.
  • Samstag: Die große Aktion der Woche, etwa eine Backstube mit Mehlspuren.
  • Sonntag: Ein Brief mit einer Frage, auf die eure Kinder antworten dürfen.

Nur ein Tag davon braucht wirklich Vorbereitung. Und trotzdem passiert jeden Tag etwas.

Gebt den Kindern Aufgaben

Ein Wichtel, der um Hilfe bittet, macht weniger Arbeit als einer, der ständig etwas aufbaut. Er braucht eine neue Mütze und wünscht sich, dass jemand sie malt. Er hat seinen Schlüssel verloren. Er möchte wissen, was euer Lieblingslied ist. Eure Kinder werden mit Feuereifer antworten, und ihr habt einen ruhigen Abend.

Ein Brief mit einer Frage ist übrigens eine der schönsten Ideen überhaupt. Wie gute Wichtelbriefe klingen, habe ich euch in „Der Wichtelbrief: Was schreibt Wanda?“ erzählt.

Plant schon jetzt für die müden Tage

Es wird Abende geben, an denen nichts mehr geht. Das ist ganz normal. Legt euch deshalb schon im November ein kleines Notfallfach an: zwei, drei fertige Briefe, ein paar Mini-Geschenke, einen Krankschein für den Wichtel. Wenn der Wichtel mal erkältet ist, bekommt die ganze Familie eine Pause. Wie das liebevoll gelingt, zeigen wir euch auf unserer Seite Der Wichtel ist krank.

Für ganz schnelle Abende haben wir außerdem fünf kleine Streiche in fünf Minuten gesammelt.

Wenn ihr es ganz leicht haben wollt

Für alle, die den roten Faden nicht selbst spinnen möchten, haben wir im Wunderwald schon alles vorbereitet. Im Buch „Weihnachten bei den Wichteln“ gibt es 24 Geschichten, eine für jeden Tag bis Heiligabend. Nach jeder Geschichte folgt ein Briefbogen mit einer Frage, so wird das Buch zu eurem Wichteltagebuch. Es ist für Kinder ab 5 Jahren gedacht.

Passend dazu gibt es fertige Wichtelbriefe, Briefpapier im Buchdesign und Bastelideen für jeden Tag. Alles ist einzeln erhältlich, ihr nehmt einfach das, was zu eurer Familie passt. Wie die Teile zusammenspielen, seht ihr auf unserer Seite Wichtelweihnachten und am Beispieltag hinter Tür 10 im Wichtel-all-in-one-Set.

Und falls ihr noch ganz am Anfang steht: Das kostenlose Starterpaket begleitet euch durch die ersten Wichteltage.

Denkt dran: Euer Kind erinnert sich später nicht daran, ob jeder Tag perfekt war. Es erinnert sich an das Gefühl, morgens zur kleinen Tür zu laufen. Kleiner Wichtel. Große Wirkung.

Häufige Fragen

Muss an der Wichteltür jeden Tag etwas passieren?

Nein. Ein kurzer Brief oder ein Krümel reicht völlig. Ruhetage sind erlaubt, dann hat der Wichtel eben verschlafen.

Was machen wir, wenn wir einen Abend vergessen?

Kein Drama. Der Wichtel hat verschlafen oder ist erkältet. Am nächsten Morgen entschuldigt er sich mit einem kleinen Brief.

Wie bekommt die Wichtelzeit einen roten Faden?

Mit einem festen Ritual, zum Beispiel einer Geschichte am Abend oder einem Brief am Morgen. Das Buch „Weihnachten bei den Wichteln“ bringt für jeden Tag bis Heiligabend eine Geschichte mit.

Eure Wanda

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